Si te gusta tanto el deporte, correle entonces!

27 04 2013

Man könnte meinen ich hätte nach fast 9 Monaten den Bogen raus.

Ja, man könnte sich sogar dazu hinreißen lassen zu sagen:  jetzt bin ich schon so lange hier, jetzt bau ich sicherlich keinen Scheiß mehr.

Könnte man. Aber natürlich weiß ich wiederum dass ich das besser kann. Ich bin ja noch jung und so. So kam ich nach dem nächtlichen Clubbesuch  gestern eben nicht auf die Idee die 100 Pesos Taxifahrt zu bezahlen. Ich bin ja eben noch jung, steh in vollster Blüte und kann die 20 Blocks um halb 3 nachts auch einfach mal laufen. Und so. 100 Pesos sind auch mindestens 15 Tacos um den enormen Gegenwert zu veranschaulichen. Das war zumindest gestern Nacht wichtig.

Gedacht, getan, den Taxifahrer lächelnd mit einem

„No manches, 100 Pesos? No gracias!“

abgetan und losgejoggt. War dann auch ganz lässig eigentlich. Nach einigen gut beleuchteten Blocks Warmlaufen kam mir dann die glorreiche Idee das Tempo etwas anzuziehen. So rannte ich recht fröhlich gesittet schwitzend die Calle La Paz herunter. Und das lief auch echt noch problemfrei. Gutes Tempo, angenehme 20°C, ich hatte das Gefühl ich könnte ewig so weiterlaufen. Bis ich nach ca. 6 Blocks dann an einer eher düsteren Gegend die Straße überqueren wollte…

Plötzlich 2 dunkle Gestalten hinter mir.

Sahen irgendwie schon so verdächtig aus. Ich drehte mich um und ehe ich’s mir versah standen auch noch 2 neben mir. Dann hatte ich auf einmal echt ein richtiges Problem. Die Ampel war nämlich rot, sodass ich und die harmlosen Rauschknechte neben mir warten mussten. Was ein Ärgernis, dabei war ich doch grade so schön in Schwung. War zwar eine gänzliche ungefährliche Situation, trotzdem war ich später wirklich froh nach dieser Szene und dem Gepfeife der Straßenstricher (ungefähr Block 14) wieder in die gut beleuchtete Calle Morelos zu kommen. Auf einmal sogar ziemlich gut beleuchtet. Dann noch besser beleuchtet. Dann gefühlte 150.000 Lux. Und dann kam der fette schwarze Jeep mit eingeschaltetem Fernlicht ziemlich zügig um die Ecke geschossen. Der schwarze Kuhfang kam mir gefährlich nahe, der dicke Jeep mit plötzlich wohlbekannten Tribals bremste jedoch gerade noch so neben mir. Dann folgte das Standardprogramm, das Männer, die mitten in der Nacht mit gezogenen Waffen aus dunklen Autos aussteigen eben so zu bieten haben:

Hände auf die Motorhaube, Beine auseinander, alles was du in der Tasche hast aufs Auto legen! Dann durchsuchen, und dann der allgemein bekannte Klassiker den man so zu hören bekommt wenn man nachts eine Runde Joggen geht:

„Oke Blonder, wir haben von 3 verschiedenen Streifen gehört dass du über 10 Blocks in vollem Sprint gerannt bist. Was hast du für ne Scheiße gebaut? Wen hast du ausgeraubt? Wo ist dein Messer? Und wo hast du das Geld hin?“

Nach einer gefühlten Ewigkeit meiner im Licht der kühnen Anschuldigungen wahrlich schlecht klingenden Erklärungsversuche („Ich wollte nur kein Taxi bezahlen und dachte ich renn heim“ bzw. „Ich bin ein harmloser Austauschstudent aus Deutschland“) ließen sie sich schließlich von meiner Unschuld überzeugen. Es wurde noch einmal ausgiebig mein Geldbeutel durchsucht und nach einem schnellen Blickwechsel, der meiner Meinung nach nichts weiter besagte als „Den brauchen wir nicht ausnehmen, der hat nur 120 Pesos dabei“ ließen sie mich schließlich gehen.

Beziehungsweise rennen. Von der überfallartigen Kontrolle samt Adrenalinschub und dieser herrlich warmen Motorhaube leicht beflügelt ließ ich mich nämlich dazu hinreißen ganz lieb zu fragen ob ich denn die restliche Strecke denn auch noch rennen dürfte.

„Ach, wenn dir Sport so sehr gefällt dann renn halt!“ [s. Überschrift]

war die spontane Antwort des mexikanische Gesetzeshüters, was mich schließlich dazu veranlasste das erste Mal in meinem Leben mit bestem Gewissen der Polizei davonzulaufen. Ich hatte in dieser Nacht leider weder die Eier noch eine geeignete Kamera um gute Fotos zu schießen. Deswegen hoffe ich dass du, lieber Leser, dich auch mit einem einwandfreien CUCARACHA-SCHLAPPEN-DOUBLEKILL zufrieden gibst. Und einem Paar ganz netter Käfer die ich mit meinen Schlappen nicht erledigen konnte

Ach und Mama, ansonsten geht’s mir gut, ich putz mir 3 mal am Tag  die Zähne und esse wirklich reichlich.

My hands are shaking, my hands are shaking....

Mit einem Schlappen immer noch nicht totzukriegen: Käf0r

Ach ja, und ich habe fast den Fischkopf und das Kondom vergessen. Ja, ich weiß zwar nicht warum gerade diese Kombination, aber solche Dinge findet man eben direkt vor der eigenen Wohnung. Gratisfischköpfe samt Kondom! Genial! Und da will noch einer behaupten dass Zentrum sei „heruntergekommen und für Gesindel“.

Wie Ying und Yang: Fischköpfe und gebrauchte Kondome

 

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Pinches jotos!

9 04 2013

Eine Wohnung mit 4 Betten. 10 mexikanische Schwule. Eine Mexikanerin. Ein deutscher Austauschstudent.

Was ich anhört wie das Setting für einen schlechten Porno oder Horrofilm sind meine Osterferien. Wie ich mich hierzu habe verleiten lassen? Den Rest des Beitrags lesen »





We’re only here to f***

4 04 2013

Versteckter Unheilsbringer

Smile if you're gay

Was könnte wohl der Zusammenhang zwischen diesem unscheinbaren Schild und dieser fröhlich-schwuchteligen Meute sein? Den Rest des Beitrags lesen »





„Vamos a la chingada, pendejos!“

27 11 2012

Al final! Wir haben uns schlussendlich motiviert zu bloggen.

Und nicht nur diesen Artikel, sondern auch wieder neue frische saftige Extras wie z.B. „Kochen mit noonbooze“ und ganz dolle Videos.

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La vida es dura aqui en Guadalajara

25 10 2012

…leider haben wir wegen der unglaublich hohen Prüfungsdichte sowie des hohen Erwartungsdrucks seitens der Professoren wenig Zeit zum Bloggen. Deswegen eine Zusammenfassung in aller gebotenen Kürze:





http://www.youtube.com/watch?v=B_27Hi1In6o

21 08 2012

Grüß Gott. Guter Flug. Gut Angekommen. Perverses Essen. Soviel dazu, wir wollen ja nicht zu ausführlich werden. Nach gut einer Woche haben wir uns bereits prächtig eingelebt und sind so bestens für den Studentenalltag gerüstet. Nachdem wir planlos wie eh und je am Busbahnhof in Guadalajara (erst weiterlesen wenn du’s richtig ausgesprochen hast) ankamen hatten wir direkt das Glück direkt mit der mexikanischen Interpretation der StVO konfrontiert zu werden: von der Ladefläche eines Pickups aus:

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Thema der Woche: Diverse Bauern des Südpazifik

2 06 2010

Unser „Golfkönnen“ zum Aufstocken unsres Reiseetats zu missbrauchen war vielleicht eine weniger gute Idee, auch wenn es einen Heidenspaß macht Golfbälle blind in den See zu bolzen.

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